Wohnung für 360°-Aufnahmen vorbereiten: die Checkliste
Eine praktische Raum-für-Raum-Checkliste für klare, hochwertige Panoramaaufnahmen ohne unnötigen Stress am Fototag.
Eine 360°-Aufnahme sieht in jede Richtung. Dinge, die bei einem normalen Foto einfach hinter der Kamera stehen könnten, bleiben im Panorama sichtbar. Gute Vorbereitung bedeutet deshalb nicht, eine Wohnung unpersönlich oder perfekt zu inszenieren. Sie bedeutet, Ablenkungen zu reduzieren, Wege freizuhalten und sensible Gegenstände bewusst aus dem Bild zu nehmen.
Die meiste Wirkung entsteht durch einfache Schritte: Oberflächen beruhigen, Vorhänge öffnen, Leuchtmittel prüfen und Alltagsgegenstände verstauen. Planen Sie die Vorbereitung möglichst am Vortag. Am Termin selbst genügt dann ein kurzer Rundgang, während die Kamera Raum für Raum weiterzieht.
Kurz zusammengefasst
- 360° zeigt den ganzen Raum – auch Bereiche, die bei normalen Fotos außerhalb des Bildes liegen.
- Ordnung, gleichmäßiges Licht und der Schutz persönlicher Informationen sind wichtiger als Dekoration.
- Bereiten Sie jeden Raum vollständig vor, bevor die Aufnahmen beginnen.
Die fünf wichtigsten Grundregeln
Beginnen Sie mit allem, was den Gesamteindruck beeinflusst: freie Böden, geordnete Flächen, saubere Fenster und funktionierende Beleuchtung. Kleine Unordnung fällt in einer Panoramaansicht stärker auf, weil Besucher selbst bestimmen, wohin sie schauen. Ein ruhiger Raum lässt zugleich Größe und Nutzung leichter erkennen.
Entfernen Sie persönliche und sicherheitsrelevante Informationen konsequent. Dazu gehören Familienfotos, Briefe, Kalender, Kennzeichen, Zugangscodes, Schlüssel, Medikamente und Wertgegenstände. Die Kamera soll die Immobilie dokumentieren, nicht den Alltag der Bewohner.
- Böden, Durchgänge und Türen freihalten
- Vorhänge und Jalousien einheitlich öffnen
- Alle fest eingebauten Leuchten testen
- Persönliche Dokumente und Wertsachen entfernen
- Reinigungsmittel, Kabel und kleine Ablenkungen verstauen
Wohnzimmer und Schlafzimmer
Im Wohnzimmer helfen klare Sitzgruppen und wenige bewusst platzierte Gegenstände. Richten Sie Kissen, entfernen Sie Fernbedienungen und Kabel, räumen Sie überfüllte Regale etwas zurück und schalten Sie Bildschirme aus. Pflanzen können bleiben, wenn sie gesund wirken und keine Laufwege verdecken.
Im Schlafzimmer sollte das Bett frisch gemacht und möglichst symmetrisch ausgerichtet sein. Nachtkästchen wirken ruhiger, wenn nur eine Lampe oder ein einzelnes Objekt darauf steht. Kleidung, Ladegeräte und private Pflegeprodukte gehören in geschlossene Schränke. Kinderzimmer müssen nicht steril sein, sollten aber geordnet und ohne sichtbare Namen oder Fotos aufgenommen werden.
Küche, Bad und WC
In der Küche sind freie Arbeitsflächen entscheidend. Verstauen Sie Geschirr, Spülmittel, Schwämme, Küchenrollen und Magnetzettel. Ein oder zwei neutrale Gegenstände dürfen bleiben, wenn sie den Raum nicht kleiner wirken lassen. Mülleimer sollten geleert und, wenn möglich, außer Sicht gestellt werden.
Im Bad entfernen Sie Zahnbürsten, Kosmetik, Handtuchberge, Toilettenartikel und Reinigungsmittel. Legen Sie wenige saubere Handtücher auf, schließen Sie den Toilettendeckel und prüfen Sie Spiegel sowie Armaturen auf Flecken. In kleinen Bädern zählt jedes sichtbare Objekt; weniger ist hier fast immer klarer.
Licht und Fenster richtig vorbereiten
Natürliches Licht ist hilfreich, aber ein heller Raum ist nicht automatisch ein besserer Raum. Öffnen Sie Vorhänge gleichmäßig und vermeiden Sie halb geschlossene Jalousien, die harte Streifen erzeugen. Wenn ein Fenster direktes, sehr starkes Sonnenlicht erhält, kann ein leicht geschlossener transparenter Vorhang die Kontraste beruhigen.
Verwenden Sie innerhalb eines Raums möglichst Leuchtmittel mit ähnlicher Lichtfarbe. Eine einzelne sehr warme Lampe neben kaltem Tageslicht kann unruhig wirken. Defekte Leuchtmittel sollten vor dem Termin ersetzt werden. Wir optimieren Helligkeit und Kontrast nachträglich, behalten dabei aber einen natürlichen Eindruck bei.
Was passiert am Fototag?
Kurz vor Beginn gehen wir gemeinsam durch die Immobilie, prüfen Standpunkte und klären, welche Bereiche aufgenommen werden. Während eine 360°-Aufnahme entsteht, sollten sich keine Personen oder Tiere im Raum und möglichst auch nicht in sichtbaren Spiegeln oder Glastüren befinden. Sie können jeweils in den bereits fertigen Bereich wechseln.
Vermeiden Sie größere Umräumarbeiten während des Termins. Wenn Möbel zwischen zwei Standpunkten ihre Position wechseln, wirken Übergänge unruhig. Bereiten Sie deshalb alle Räume vorher vor und halten Sie eine kleine Box bereit, in der letzte Alltagsgegenstände von Raum zu Raum mitgenommen werden können.
- Grundriss und gewünschte Raumreihenfolge bereithalten
- Haustiere für die Dauer des Termins separat unterbringen
- Spiegel und Glasflächen auf sichtbare Personen prüfen
- Alle aufzunehmenden Räume vor Beginn fertig vorbereiten
- Etwa 60 bis 90 Minuten für Objekte bis 100 m² einplanen
Häufige Fragen
Muss die Wohnung leer sein?
Nein. Auch bewohnte Immobilien können sehr gut aufgenommen werden. Wichtig sind geordnete Flächen, freie Wege und entfernte persönliche oder sensible Gegenstände.
Soll ich alle Lichter einschalten?
In der Regel ja, wenn die Lichtfarben zusammenpassen. Wir prüfen das vor Ort und passen es bei stark gemischtem Licht an.
Kann während der Aufnahme jemand in der Wohnung bleiben?
Ja. Während des jeweiligen Panoramas muss der sichtbare Bereich jedoch leer sein. Personen können in bereits abgeschlossene Räume wechseln.